(Quelle: SPIEGEL Online, 06.08.2017) |
Nun ja - BamS war dabei, und der ablösefreie Transfer einer Grünen-Abgeordneten zur CDU hat den MP die Mehrheit gekostet. So weit, so klar.
Aber sonst? Zwar hat BLÖD einmal - zum Entsetzen vieler Journalisten - einen Preis für investigative Berichterstattung (es ging wohl um die Affäre Wulff) erhalten. Aber Skepsis ist noch erlaubt, trotz Fake News-Hysterie.
Stimmig könnte es schon sein, daß die parteiübergreifende Solidarität mit der 800.000-Job-Autoindustrie auch hier zugegriffen und gegriffen hat. So weit, so möglich.
Ein G'schmäckle (Stuttgart läßt grüßen!) bleibt.
Nur über Geschmäcker läßt sich nicht streiten.
Vielleicht muß ja ein niedersächsischer Ministerpräsident - welcher Couleur auch immer - bis hin zum Selbstmord zu seinem Konzern halten, von dem sein Land einen Löwenanteil hält, auch wenn es der Normalo nicht aushält.
Nachdem der Diesel nun erst einmal genug geprügelt worden ist, steht den Benzinern jetzt auch hochnotpeinliche Prüfung ihrer "echten" Verbrauchswerte ins Haus, woraufhin die Zeh-Oh-Zwo-Latte wieder steuermehrend angehoben werden kann. Au weia! So weit, so schlecht.
Und so weiter, bis für die Sicherung der E-Mobilität die eingemotteten Kohlekraftwerke wieder ans Netz gehen dürfen/müssen.
Wie einst Karl Valentin, der sympathischste Bayer von allen, bereits sagte:
"Mögen täten wir schon wollen, aber dürfen haben wir uns nicht getraut".
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