31.Oktober. Reformationstag. Martin Luther. Befreiung vom Vatikan. Aber so ganz hat das ja bis heute nicht geklappt...
Aber immerhin.
Ein seit Jahrhunderten gefeierter und gesicherter Tag.
Vor 30 Jahren noch ( hahaaa!) gab es an diesem Tag Schulfrei. Aber die Schule samt menschlichem Inventar (Schüler plus Lehrer) ging in die Kirche.
Heute? Es gab keinen Gottesdienst.
Es klingelte nur dauernd an meiner Haustür.
Beim ersten Mal öffnete ich mein Fenster im Flur des 1. Stocks, um nicht unverrichteter Dinge die Treppe hinabzusteigen, einem Werber zu sagen, daß mich BRAVO nicht mehr interessiert.
Aber diesmal blickte ich in eine Totenkopfmaske: Hollywoodyouliketobescaredbymeifnotbystephenking?
I would not. Ich wollte einfach nicht und warf eine 50-Cent-Münze in Richtung des zahnlosen Schädels.
Es klingelte immer wieder, aber ich blieb standhaft (aber saß eigentlich) und dachte an die Walpurgisnacht, die keine Sau mehr kennt. Daß eigentlich Reformationstag war, habe ich schon erwähnt.
Ich dachte darüber nach, wo ich diesen Post labeln sollte (wieder was für"Denglisch retour") und entschied mich für die politische Unkorrektheit.
Wir vergessen unsere traditionellen Ereignisse und lassen uns von kommerziellem Disney-Schwachsinn überrumpeln.
Wie kommen eigentlich die Amerikaner zu ihrer PISA-Einstufung? Wollten Sie das auch immer schon wissen? Dann fragen Sie. Aber nicht mich...
"Was fällt Ihnen eigentlich ein?!" Vieles, zu allem Möglichen und Unmöglichen. Politisch Unkorrektes wird sich hier zuhauf entdecken lassen; denn PC (Political Correctness) ist ein unzureichend geklärter Nebenfluß der Heuchelei. Und darin läßt sich fischen. Die Verunreinigungen des "Mainstream" werden sichtbar gemacht. Die grassierende Brüsselei wird gebührend gewürdigt. Vieles ist gegenwärtig nur satirisch zu kommentieren, damit es erträglich ist...
Mittwoch, 31. Oktober 2007
Hypothetischer Konjunktiv statt Kategorischen Imperativs
Radikal verwandelte kantige oder Kantsche Zeiten machen wir durch.
Vor Jahren sagte mal ein Politiker, seinen Diskussionsbeitrag einleitend: "Ich würde dann doch eher meinen, sagen zu sollen...".
Und niemand stand bereit, ihn vom Podium zu prügeln. Aber so mancher träumte von der Unkaputtmachbarkeit der deutschen Sprache.
"könnte, sollte, dürfte, müßte, wollte" - die Haute Wehlaute der konjunktivierten modalen Hilfsverben schlägt uns von den Hockern.
Wie gerne denke ich an Karl Valentin, der sein Vermeidungs-Credo so schön modalisierte: "Mögen täten wir schon wollen, aber dürfen haben wir uns nicht getraut."
Drei Infinitive, ein Perfekt und nur ein Konjunktiv, der aber eigentlich nicht gülden tut, weil es ihn uneigentlich nicht geben tut...
Vor Jahren sagte mal ein Politiker, seinen Diskussionsbeitrag einleitend: "Ich würde dann doch eher meinen, sagen zu sollen...".
Und niemand stand bereit, ihn vom Podium zu prügeln. Aber so mancher träumte von der Unkaputtmachbarkeit der deutschen Sprache.
"könnte, sollte, dürfte, müßte, wollte" - die Haute Wehlaute der konjunktivierten modalen Hilfsverben schlägt uns von den Hockern.
Wie gerne denke ich an Karl Valentin, der sein Vermeidungs-Credo so schön modalisierte: "Mögen täten wir schon wollen, aber dürfen haben wir uns nicht getraut."
Drei Infinitive, ein Perfekt und nur ein Konjunktiv, der aber eigentlich nicht gülden tut, weil es ihn uneigentlich nicht geben tut...
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