(Quelle: BOSHEITERKEITEN, erschienen 1994)
"Was fällt Ihnen eigentlich ein?!" Vieles, zu allem Möglichen und Unmöglichen. Politisch Unkorrektes wird sich hier zuhauf entdecken lassen; denn PC (Political Correctness) ist ein unzureichend geklärter Nebenfluß der Heuchelei. Und darin läßt sich fischen. Die Verunreinigungen des "Mainstream" werden sichtbar gemacht. Die grassierende Brüsselei wird gebührend gewürdigt. Vieles ist gegenwärtig nur satirisch zu kommentieren, damit es erträglich ist...
Vom subjektiven Opfer-Sein
„Das Schönschte in dere plaschtische Kunscht isch der Bruschtkaschte der Vänus von Milo“.
So formulierte einst ein schwäbischer Kunstprofessor.
Manche mögen dieser „luschtigen“ Sentenz schmunzelnd zustimmen.
In einem sonderlichen Prozeß vor einem Amtsgericht spielte diese Plastik allerdings eine ernstere Rolle.
Zwei Putzfrauen waren miteinander in Streit geraten, und die eine schleuderte der anderen ins Gesicht:
„Du Venus von Milo!“
Die Angesprochene fühlte sich beleidigt und verklagte ihre Kollegin.
Die Schimpfende wurde verurteilt zu einer Entschuldigung und einer Wiedergutmachung - in welcher Form, weiß ich nicht mehr. Ein Richter erklärte mir die verbürgte Geschichte anhand der Urteilsbegründung.
Der Tatbestand der Beleidigung sei nicht immer juristisch faßbar, sondern vom persönlichen Empfinden des sich beleidigt Fühlenden abhängig. Es sei insofern im geschilderten Falle unerheblich, daß es sich bei dem Vergleichsobjekt um eines der berühmtesten Zeugnisse der hellenistischen Kultur handele.
Nun versteht man auch, daß sich heute immer öfter Leute als Opfer empfinden können, weil sie mutmaßen, ihnen sei - ob oder von wem auch immer - Unbill widerfahren. Mit einem Hashtag (#) gelangen wir flugs ins Internet und erreichen Gleichgesinnte oder -gesonnene…

"O du mein holder Abendstern" - die wunderschöne Arie des Wolfram von Eschenbach aus Richard Wagners "Tannhäuser". Wer kennt sie nicht.
Sensibel, ohne Frage. Wunderschön, interpretiert von allen Baritönern, die etwas auf sich halten.
Doch halt, etwas irritiert. Es fehlt im Text der Hinweis, daß es auch SternInnen gibt oder Ster*ne, Ster:ne, Ster_ne. Nicht singbar, aber wir führen als mildernden Umstand an, daß Wagner noch nichts vom Mainstream wissen konnte, der im 21. Jahrhundert marodiert. Der "Fliegende Holländer" war seine wichtigste Affäre mit dem nassen Element.
Freuen wir uns, daß das Hamburger Senatorium sich des ProblemIns angenommen hat.
Doch es gibt noch viel zu tun; denn noch immer ist nicht geklärt, wie das Diverse als drittes Drittel der neuen Benamsungskultur schriftlich und beim Vorlesen durch die Nachrichtensprecher:*_I handhabbar gemacht werden könnte. Schade.
Aber Geld für Gutachten ist ja - nicht nur bei der Bundeswehr - eigentlich immer recht locker zu streuen...
Nun nennt man die Neu-Mutationen
nicht mehr nach den Herkunfts-Nationen.
Ganz antipathetisch
und graek-alphabetisch:
Nur so kann Korrektheit sich lohnen.
Der Klimawandel macht es möglich:
Auch Gletscher können outgesoßt werden...
Neue Verständigungshilfen nach vollzogenem Brexit...
Urheberrecht = Clocklifterright
Zylinderkopfdichtung = Tophat Head Poetry
Schirmherrschaft = Umbrellasirship
Schonhaltung = Alreadyholding
Was sagen wir zu dieser Meldung der EJZ vom 10.11.2020?
Erst einmal gar nichts. 1. April? Nein. Was dann?
Selber lesen und staunen...:
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| (Quelle: Internet, was sonst?) |
Daß im Deutschen Nominativ und Akkusativ des Neutrums identisch sind, schenkt uns die Möglichkeit, Subjekt und Objekt beliebig zu positionieren.
"Das Virus hat Trump erwischt":
"Wer oder was hat Trump erwischt?"
Das Virus = Subjekt.
"Wen oder was hat Trump erwischt?"
Das Virus = Objekt.
Also interpretierbar und frei von Häme, wenn man will.
Daß unser aller Gedanken beim Virus sind, wird ja täglich kommuniziert. Und durchhalten müssen wir, klar...
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| (Quelle: Wo Werbung Platz hat...) |
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| (Neueste Twitter-Äußerung des GröP der USA) |
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| (EJZ, 26.06.2019) |
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| (Quelle: T-Online, 26.06.2019) |
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| (Quelle: EJZ, 11.03.2019) |