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Freitag, 5. Februar 2021

Einsicht beabsichtigt


          

Wenn es in Belgien brüsselt, darf es auch sächseln in Niedersachsen. Es verwundert daher kaum, daß hier außer Glyphosat keine Spritzmittel ankommen. Hat doch aber die Landesregierung eine Webseite und eine Telefon-Heißlinie, die sich heißläuft (deshalb heißt sie so) eingerichtet, auf der sich Hochbetagte für einen Impftermin vormerken lassen können.

Stücker 50 Impfzentren gibt es im Lande, aber bisher kann niemand dort landen. Die Senioren schauen verdutzt auf die rot ausgekreuzten Kästchen der für sie zuständigen Zentren und wählen sich Hornhaut auf die Fingerkuppen beim Versuch, telefonisch fündig zu werden. Zwischen 20 Uhr und 08 Uhr des kommenden Tages ertönt eine freundlich-frische männliche Stimme, die verkündet, die Hotline sei montags bis freitags von 8 - 20 Uhr erreichbar.

Seit Tagen versuche ich, versuche ich, versuche ich. Heute morgen zwang ich mich in Lauerstellung und wählte die trotz meines fortgeschrittenen Alters fest im Langzeitgedächtnis verankerte 0800/9988665. Zirka fast beinahe ziemlich genau um 08.00 MEZ setzte ich einen neuen Anruf ab und hörte das Besetztzeichen. Unmittelbar danach gedrückte Wahlwiederholungstaste bot mir die freundliche Ansage!

Ah, es geht weiter, frohlockte mein Hellwach-Ich. Noch einmal gewählt, dann dreimal "Tut". Und dies Tut tat gar nicht gut.

Wie isses nur möglich, daß zwei Informationssysteme sich so eklatant grottenschlecht präsentieren können?

Daß wir keinen Impfstoff bekommen, wird uns von den Medien täglich in Dauerschleife durch die Ganglien geblasen; aber das dürfte doch eine Anmeldetechnik zumindest über eine Website - ohne Callcenter-Papageien - nicht beeinflussen. Schlichte Anmeldung, damit man nach Impfstoff-Ansturm welcher Vakzin auch immer einfach benachrichtigt werden kann, wenn und wann es losgehen kann.

Die Berichterstattung über drohende Mutationen gewinnt Raum, und das macht die Verzögerung des Schutzes der  Menschen mit Risikopotential noch zynischer. 

Politiker in der Zirkuskuppel - ratlos...                                 

Montag, 23. Dezember 2019

Verleihnix 2.0






*


Man möge mir verzeihen, daß ich über's Leihen
und auch über "von der" heut etwas absonder'.
Oben war's vergnüglich, drunter diesbezüglich
schon etwas verändert, Euro-ausgeländert.

Jahre sind vergangen, und die Haar', die langen,
haben sich verkürzt; Lippen sind geschürzt.
Lachen ist nicht mehr. Wechsel war wohl schwer,
und das Handy-Shreddern droht mit schweren Wettern.

Unverändert, ei verflixt, wirkt die Dame nur von SIXT.


* 'ne Bemerkung noch zum Stern: Um die Ecke denk ich gern!
 








Donnerstag, 21. März 2019

Internet nicht mehr so nett?



Wikipedia für 24 Stunden offline.
Wenn das kein Signal ist.
Wie oft wird sie - auch in Doktorarbeiten, die nicht beanstandet werden - genutzt?
Sie ist das nicht-kommerzielle Google etc.
Wenn sie sich abschaltet, auch nur für einen Tag, dann mobilisiert das Schläfer, die bisher nicht gemerkt haben, was mit dem "Souverän" geschehen soll. Er soll sein So-Sein überdenken und erkennen, daß es so bisher nicht hätte sein sollen/dürfen. 
"Wir sind alle kleine Sünderlein" sang einst Willy Millowisch im Kölner Karneval, und wir haben vor dem Bildschirm gerne mitgeschunkelt. Aber die wachsende Sünderschaft haben wir uns damals nicht träumen lassen.
Wörter werden verbannt, Witze geächtet, und jetzt halt noch dies oben Erwähnte.
Wissen die Macher der ganzen gewollten Kultur-Wende eigentlich nicht, daß sie mit ihren Aktivitäten AfD und anderen Gefährdern Anschubhilfe leisten?
Es gibt nichts, was es nicht gibt. Aber davon eine Menge.
Die Profite der großen Anbieter müssen natürlich
gestutzt werden und den Urhebern zugute kommen. Aber vielleicht hindern das auch attraktive Angebote der Lobbyisten an unsere Volkszertreter...

Mittwoch, 23. Januar 2019

Fein Staubsaugen

(Quelle: EJZ, 23.01.2019)



Endlich - eine EU-Regel wird für ungültig erklärt.
Die Gurkenkrümmungs-Experten-Truppe hat vor einem Feinstaub-Generator kapituliert.
Energie-Siegel-Etikette erfahren eine Funktions-Entleerung. Die Beutel-Entleerung der Corpora delicti hingegen verstößt gegen gegenwärtige Etikette, dem Feinstaub den Garaus zu machen.
Die Ausbeutelung einer zutiefst proletarischen Gerätschaft gerät nun zu einem sowohl sozialen als auch umweltpolitischen Problem... 

Sonntag, 9. Dezember 2018

Trucker in die Bettflucht geschlagen

(Quelle: LN, 04.12.2018)

Schon lange wird erwogen, die Parkplätze für LKW während ihrer Sonn- und Feiertagsruhe zu vergrößern. Doch nun kommt aus Brüssel die Patentlösung. Ausbau nicht nötig, da LKW-Fahrer künftig in Hotels nächtigen müssen. Dafür müssen Hotel-Parkplätze vergrößert und Tiefgaragen-Geschoßhöhen angepaßt werden. Damit die Brummis zügig in die Städte einfahren können, wird der restliche Verkehr umgeleitet auf die freigewordenen Raststätten an den Autobahnen. Die NOx- Grenzwerte in den Städten werden daher nach oben justiert.
Ein Plan B sieht vor, Taxi-Shuttle-Dienste für den Transport der Trucker zu und von den Hotels einzurichten beziehungsweise den Fahrdienst Uber an Bord zu holen.
Gerüchte, daß es sich bei der Regelung aus Brüssel um eine Neuauflage der Mövenpick-Politik zur Halbierung der Mehrwertsteuer für die Gastronomie handelt, entbehren jeglicher Grundlage. 

Montag, 28. Mai 2018

Daten à la carte


Solche Datenträger (hier mein unverfänglicher eigener) bereiten mir seit dem 25.05. Magenschmerzen. Mir ist auch klar, weshalb.
Den in Jahren angesammelten Bestand von Visitenkarten versuche ich durch Einverleiben, Zerkauen und Herunterschlucken zu dezimieren, was dem Verdauungssystem wenig zuträglich erscheint.
Die einzige offenbar legale Methode, Fremddaten personenbezogener Art zu lagern, ist die Verinnerlichung solcherart. Eine gefundene Gesetzeslücke, in der man wider den Stachel löcken darf, ist ein befriedigendes Exempel praktizierten zivilen Ungehorsams...

Mittwoch, 1. November 2017

Puigdemontage...

(Quelle: ZEIT Online, 01.11.2017)



Vom Putsch-Dämon wurde berichtet,
nach Belgien sei er geflüchtet.
Gelehnt an den Brexit
ist sein Katalexit,
erscheint nur sich selber verpflichtet...

Samstag, 21. Oktober 2017

Brexit und Brechschitt auf den Balearen

(Quelle: T-Online, 21. 10. 2017)


Ist das ein Grenzfall von Zechprellerei, gefakter Selbstverstümmelung oder Rechtfertigung dafür, sich mittels des Brexit auch von europäischen Wertvorstellungen zu verabschieden? Hier käme eher die Variante des "Verabschietens" infrage. "Ausnahmslos um Briten" handele es sich. Je nun - was will uns das denn wohl sagen? Ich vermute mal kreativ drauflos: 

Dem Wunsch nach Ausscheiden aus der EU folgen Phantom-Ausscheidungen.
Man würde gerne auf die EU sch...impfen, aber es gelingt nicht so recht.
Input/Output-Relation stimmt nicht.
Opposition - Obstipation?
Lösungsmittel-Krise?


Genug...

 
 

Freitag, 26. Mai 2017

Freitag, 31. Oktober 2014

Enteignung durch die Hintertür






Angeblich 30.000 Seiten umfaßt der Vertragstext zu TTIP, einem Endprodukt der globalen Anwaltsfabriken. Sicherlich wie CETA, das bereits mit Kanada ratifiziert wurde, gespickt mit "Kleingedrucktem", das im Falle eines Falles seine Gültigkeit und Rechtswirksamkeit erweisen soll.

Ob ein Volksvertreter oder Mitglied unserer Bundesregierung, unsere Kanzlerin den Vertragstext gelesen, gar durchgearbeitet hat? Haben das die Juristen in den Ministerien getan, geschafft? Skepsis ist wohl ratsam.
Wir sollten versuchen, die parlamentarische Abnick-Routine zu unterbrechen, solange es noch möglich ist, uns vor Entrechtung und Ausplünderung zu bewahren...

Montag, 25. August 2014

Brüssel saugblöd


(DER SPIEGEL 35/14)

Als hätten wir's nicht befürchtet:
Die verordnete Runderneuerung des Gerätebestands der europäischen Haushalte schreitet munter fort.
So macht Wachstum Freude.
Stirnrunzeln hingegen stellt sich ein, denken wir an die neuen stromfressenden E-Heizungen mit Fernbedienung, die in Frankreich und Italien Einzug halten. 
Es gibt keine dümmere Methode, Strom zu verschwenden, als damit Heizwiderstände zum Glühen zu bringen.
Aber zuviel Stromersparnis gefährdet die Rendite der Produzenten. Also hat man die 100-Watt-Glühlampen verfemt und dafür 3000-Watt-Fresser von der Leine gelassen.
Watt ihr Volt - ganz klare Strategie.


Donnerstag, 21. August 2014

Bestuhlungsplan für alle Lebenslagen



So isses! 

Quasi eine Kampfansage an alle Sesselpuper und Sitzfleischdenker, die sich  durch unkontrollierbare Knollenbildung fortpflanzen.
Dabei sei auch an Brüssel gedacht, die Metropole der Bürokratie-Blähungen und Backenbremsen beim Zusammenwachsen Europas... 

Mittwoch, 16. April 2014

Treib's gut...


(SPIEGEL Online, Panorama, 13.04.2014)

Über die Herkunft des Fundstückes gibt es lediglich Vermutungen.
Recherchen der maritimen Ethik-Kommission in Brüssel lassen jedoch darauf schließen, daß es sich bei der ursprünglichen Besitzerin um eine Einhandseglerin handelt, die vom regulären Kurs abgewichen sein muß.


Montag, 14. April 2014

Brüssel brühwarm


(EJZ, 14.04.2014)


Brühten wir ganz früher von Hand durchs Melitta-Porzellan unser Koffein-Gebräu, stiegen wir vor Jahrzehnten auf Glaskannen-Halbautomatik um.
Oft mußte man eine neue Maschine kaufen, weil es für die alte keine Ersatzkanne mehr gab oder die mehr kostete als ein Neu-Gerät.
Nun ist in Brüssel ein neuer Brühwürfel gefallen, ausgebrütet und freigelassen pünktlich zur österlichen Kaffeetafel. Respekt. Wir machen Fortschritte. . .


Mittwoch, 26. März 2014

Hauptsache bio-frei!


(EJZ, 26.03.2014)
Argwohn sei des Konsumenten Schild.
Nicht in erster Linie das Preisschild, sondern der Schutzschild.
Schon die Ahnen ahnten, daß nicht allem innewohne, was das Außen verheiße.
Heißa - so jubeln die
Öko-Hardliner, wenn sie "BIO" lesen. Aber nur der Skeptiker versucht,
Angebot der Bio-Produkte auf dem Markt abzugleichen mit der zur Verfügung stehenden Anbaufläche. Danach müßte Deutschland - ja das gesamte EU-Areal - wesentlich größer sein.
"How come?" fragt sich nun der mehrsprachige Unionsbürger.
Bio soll also künftig wirklich "bio" sein.
Nur, wo BIO draufsteht, soll auch wirklich Geld drin sein.
Wir merken's bereits an den freilaufenden Bio-Eiern, die gerade durch die Medien auf Ostern zurollen... 

Sonntag, 16. Februar 2014

Jetzt ist Brüssel am Aufzug!

Ist das möglich?
In Deutschland?
13 Personen respektive
1000 Kilogramm?
13 Personen, die drinstehen in diesem Aufzug, dürften zusammen nur eine Tonne wiegen.
Also Durchschnittsgewicht 
76,9 kg.
Unwahrscheinlich. Hier in Deutschland. Wenn man sich Passanten anschaut.
Aber:
Falls auf 2x2 Metern Grundfläche tatsächlich 13 Leute stehen können, kommt das mit den 1000 Kilogramm wohl hin.
Passen nur 6 oder sieben hinein, kommt das dann auch etwa hin.
Aber "etwa" geht überhaupt nicht in Brüssel. Dort wird an einer Patentlösung gebastelt, die hub- und sturzfest ist. Heidi Klum und Reiner Calmund sollen dem Beratergremium angehören. 

Donnerstag, 13. Februar 2014

Neues aus Gelbland


(EJZ vom 13.02.)
Haben uns nicht schon immer Wurstpellen und Grablichte im Gelben Sack um die Nachtruhe gebracht?
Endlich hat Brüssel der Weisheit eine gelbe Krone aufgesetzt und zum Zapfenstreich geblasen.
Die Wurst hat zwei Enden; aber Grablichte sind Symbole einer einendigen Endlichkeit.
Schon länger deuteten Ethik-Kommissionen darauf hin, daß der Tod niemandem wurst sein dürfe.
Nun also endlich die Wende...