Sonntag, 16. Dezember 2018

Arbeitsloses Geld




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Arbeitsloses Geld

„Money, you are fired!“ könnte Trump gesagt haben. Er hat genug davon – nicht nur von der Praxis des Feuerns, sondern auch vom Geld. Uns Normalsterblichen bleibt nur die Frustration, die wir jedes Mal empfinden bei dem Versuch, einer 50-Euro-Note eine Schippe in die Hand zu drücken, um sie zur Arbeit zu animieren.
Trotzdem war das meistgenutzte Werbemotto der Banken jahrzehntelang ebendiese Aufforderung:
Lassen Sie Ihr Geld für sich arbeiten.“
Feierabend. Zunächst Altersteilzeit in Form von Zinssenkungen, Unüberschaubarkeit von gepriesenen Anlagemöglichkeiten, unter- oder überqualifizierte Beschäftigung und andere Widrigkeiten verleideten dem Geld und seinen Besitzern die Weiterarbeit beziehungsweise die Weiterbeschäftigung dieser Arbeitskraft.
Nachdem durch die Nachkommastellung des Zinssatzes und die Inflation die Vermögen der Normalos, also der immer noch so zahlreichen Sparkonten-Inhaber, ständig schmolzen, wurde die nächste Stufe der Enteignung gezündet. Zunächst nur für die Parker größerer Geldbeträge (€ 500.000, dann € 100.000) gedacht, frißt sich der Strafzinssatz von 0,5% nun auch zu Letzteren durch. Ausgerechnet Volks- und Raiffeisenbanken taten den ersten Schritt. € 10.000 auf Tagesgeld- oder Girokonten sollen nun auch schon abgemolken werden. Wahrhaft genossenschaftliche Solidarität.
Beträge dieser Größenordnung sind es gerade, die dem Normalo die Havarie einer Waschmaschine nicht zur finanziellen Katastrophe gedeihen lassen und ihn davor bewahren können, einen Kleinkredit zu beantragen. Umverteilung immer auf die Kleinen. Waren die Politiker nach dem Urknall der Bankenzockerei nach 2008 zu feige, eine der Banken pleitegehen zu lassen, setzten sie ein miserables Zeichen für die Branche, die es als „Weiter so“ interpretierte. Der Steuerzahler half natürlich aus und wird auch weiterhin gemolken durch (s.o.) Zinssenkungen, Strafzinsen und erhöhte Kontogebühren. Einige Banken erheben jetzt gar schon Gebühren, wenn sich ein Kunde Bargeld von seinem Konto beschaffen will.
Die ständig wiederholten Überlegungen zur Abschaffung des Bargelds, die tatsächlich einige Vorteile bringen könnte (kein Schwarzgeld, keine Hehlerei, kein Drogenhandel, keine Raubüberfälle mehr), sind jedoch nur vorgeschoben, damit die Banken alles Finanzielle nach Belieben regeln und mit Gebühren belegen können, und der Staat die lückenlose Überwachung seines gläsernen Souveräns auch auf diesen Bereich ausdehnen kann. „Der Staat“ - wer oder was ist das überhaupt noch?
Am Beispiel der Superdemokratie USA erfahren wir gerade, wie Geld als tödliche Waffe benutzt wird. Die neue amerikanische Bildungsministerin Betsy DeVos, Milliardärin, stiftete den Republikanern im Wahlkampf die unvorstellbare Summe von 300 Millionen Dollar und betonte unverblümt, daß sie dafür auch eine Gegenleistung erwarte. Geschäft halt.
Dadurch kommen Politiker natürlich auch in die Zwickmühle, ihre Wählergunst einzubüßen. Und die Wahrscheinlichkeit, die zu verlieren, ist größer als die, daß ein Superreicher aufhört, superreich zu sein. Alles klar, business as usual, same procedure as ...

Dienstag, 11. Dezember 2018

AKKurate Lautierung global...


(Quelle: T-Online, 11.12.2018)

Der Kanzlerin Name konnte nur beim zweiten Konsonanten etwa Chinesen Schwierigkeiten bieten bei der Artikulation.
Im Internet finden sich vergnüglich anmutende Beispiele für die Aussprache des Namens der neuen Parteivorsitzenden der CDU, Annegret Kramp-Karrenbauer.
Nicht auszudenken, wie "Sabine Leutheusser-Schnarrenberger" phonetisch mutiert wäre - ganz ohne Crispr. Aber deren Partei stand ja nicht zur Debatte. Nach der unerschöpflich groß gewordenen Speicherkapazität sind die Namen der Bindestrich-Frauen kein digitales Problem mehr, sondern nur vermehrt ein phonetisches. Namen sind quasi Schall - ohne Rauch; denn der heißt ja heute Feinstaub.
Man hört bei einigen Medien bereits das erleichternde Kürzel "AKK". Na ja, besser jedenfalls als "AKW"...  

Sonntag, 9. Dezember 2018

Trucker in die Bettflucht geschlagen

(Quelle: LN, 04.12.2018)

Schon lange wird erwogen, die Parkplätze für LKW während ihrer Sonn- und Feiertagsruhe zu vergrößern. Doch nun kommt aus Brüssel die Patentlösung. Ausbau nicht nötig, da LKW-Fahrer künftig in Hotels nächtigen müssen. Dafür müssen Hotel-Parkplätze vergrößert und Tiefgaragen-Geschoßhöhen angepaßt werden. Damit die Brummis zügig in die Städte einfahren können, wird der restliche Verkehr umgeleitet auf die freigewordenen Raststätten an den Autobahnen. Die NOx- Grenzwerte in den Städten werden daher nach oben justiert.
Ein Plan B sieht vor, Taxi-Shuttle-Dienste für den Transport der Trucker zu und von den Hotels einzurichten beziehungsweise den Fahrdienst Uber an Bord zu holen.
Gerüchte, daß es sich bei der Regelung aus Brüssel um eine Neuauflage der Mövenpick-Politik zur Halbierung der Mehrwertsteuer für die Gastronomie handelt, entbehren jeglicher Grundlage. 

Donnerstag, 29. November 2018

Mangelndes Rollenverständnis


Sitzt man grade recht bequem,
hat man plötzlich ein Problem.
Es fiel die Rolle aus der Hand,
bevor man noch sie recht verwandt'.
Soviel du ziehst, du kriegst sie nicht,
weil nach der Schwerkraft sie sich richt't.
Sie rollt und rollt bis an den Rand
der wabenförmig' Kachelwand.
Hoff, daß ein hilfreich' Mitmensch jetzt
der Rolle einen Tritt versetzt!

Dienstag, 27. November 2018

Crispr, Crispr, Knäuschen am Chromosomen-Häuschen


(Quelle: ZEIT Online, 27.11.2018)



Crispr, Crispr, Knäuschen
am Chromosomen-Häuschen


Von der Ethik zur Monetik
wächst des Menschen Keimspur.
Scherenschnitte, hochkarätig,
kann man überall - nur:
Wenn Chinesen etwas planen,
wird es durchgezogen
und nicht erst auf langen Bahnen
hin und her gebogen.
Ist die Idee zur Welt gebracht,
wird sie flugs zu Geld gemacht.
Ist's mit der Ethik mal vorbei,
endet oft auch Heuchelei...

Montag, 26. November 2018

Dschungel-Ex-Petition


(Quelle: BILD, 26.11.2018)


Nach Echsen nun auch Exe im Dschungel?
Sonst werden abgebrannte Politiker eher in die Wüste geschickt. Aber immerhin ein Anfang, der Hoffnung auf mehr keimen läßt.
Das neue Domizil wird um einige Klassen bescheidener ausfallen als ein früheres, das sich ja wohl lange als Mietzins-Schnäppchen erwies.
Verkehrsminister war Günther Krause ja auch mal, und gelegentlich mögen sich manche Mitbürger wünschen, daß ihm der eine oder andere seiner Amtsnachfolger nun im Grünen Gesellschaft leistete. Na ja, Weihnachten steht  vor der Tür... 


Sonntag, 25. November 2018

Beine baumeln auf der Bank





Daß die Seele baumeln kann,
weiß inzwischen Jedermann.
Hier kann man durch eine Bank
(Ja, ganz ehrlich, Gott sei Dank!)
wieder auf die Beine kommen!
Dabei bleibt es unbenommen,
sich beim Pumpen nichts  zu denken,
dessen Leistung hier erwähnt.
Denn, was sonst die Bank entlehnt,
ist als Bankkredit verpönt...

Freitag, 16. November 2018

Gegenderte Sprache im Vormarsch


https://www.youtube.com/watch?v=Qf_TDuhk3No&t=6s



Die DUDEN-Macher machen nicht nur Vorschriften für Rechtschreibung, sondern sich auch Gedanken über die Les- und Vorlesbarkeit der gegenderten Schimären wie 
LehrerInnen, Lehrer*innen, Lehrer_innen etc.
Besonders Sternchen und Unterstrich entziehen sich der Vorlesbarkeit hartnäckig. 
Der geniale (vor allem Klavier-) Komiker Victor Borge machte vor langer Zeit einmal Vorschläge für "Phonetic Punctuation", die bei
den Überlegungen der Sprachvorschriftenerarbeitenden sicher hilfreich sein könnten. 
Der/Die/Das oben angeführte LinkI_*in zeigt die bereits praktikablen Beispiele. 
Viel Lernerfolg und Spaß!

Sonntag, 11. November 2018

Anstößig?

(Aus dem Abreißkalender des Postillon)


Der Elfte Elfte elf Uhr elf
ist Lobbyisten-Do yourself,
denn da beginnt die Narrenzeit,
sind sie zu jedem Schwank bereit.
Auch ist ein Schwenk sehr angenehm
zurück zur Politik. Bequem!!!

Letztendlich...

(Zu kaufen bei PENNY)
Wenn "Ende gut" heißt "Alles gut",
meint das, daß man am Ende tut,
was nach dem Essen nottut,
ja, was man mit dem Kot tut.
Ei wisch ju wott, ganz soft,
wenn ihr mich immer kofft.
Es dengelt sich bei Penny,
und die Tendenz, die kenn i.
In meiner Jugend "SERVUS"
hieß das, was nachher her muß.
Und das heißt Tschüs, 
und somit is
seit langem eingepegelt,
was den WC-Gang regelt:
Ein Happy End, das jeder kennt...


Freitag, 9. November 2018

Socken im Trockendock



Linke Socken, rechte Socken
friedlich beieinander hocken,
hängen gleichsam aufgebügelt -
frisch gewaschen, ungezügelt
vor sich hin. Mittendrin
finden wir deren vier,
die sich farblich gar nicht outen,
zwischenzeitlich nur verstauten.
In der Mitte ist es Sitte,
ganz unscheinbar nur als Dritte
für das Gleichgewicht zu sorgen:
gestern, heute und auch morgen...

Samstag, 3. November 2018

Bisher unbemerkt: Neue Partei

(Quelle: ebendort, 03.11.2018)

"Hohes Substituierungspotenzial"

(Quelle: EJZ, 02.11.2018)


Recht optimistisch, diese Schlagzeile.
War früher Ausbeutung das Problem, wird es künftig wohl Bedeutungslosigkeit sein.
Da nützt auch die Formulierung der Agentur für Arbeit nichts, die lautet: 
"hohes Substituierungspotenzial".
Wer versteht schon auf Anhieb, daß darin
"Ersetzbarkeit" steckt?
Und Potenzial meint Kraft, Möglichkeit.
Oder gar auch Höffigkeit, so wie bei der Eignung möglicher Endlager-Standorte für Nuklearabfall?
Wir wissen es nicht - genau so wenig wie bei der Rodung alten Baumbestandes zur Sicherung der Kohleverstromung trotz der Ausstiegspläne aus der Verwendung fossiler Brennstoffe.
Verunsicherung schafft Planungssicherheit, könnten oder sollen wir glauben...

Freitag, 2. November 2018

A bedtime story







Wie man sich bettet, so liegt man


Oma, Deine Bilder waren prägend für unser frühes Bewußtsein. So wie die Märchen, die Du uns erzählt oder vorgelesen hast. Und je älter wir wurden, desto mehr erkannten wir, wie sich auch die Dimensionen Eurer Sprüche erweiterten vom Wörtlichgenommenen zum tieferen Bedeutungshintergrund.
Eigentlich hattest Du für jede erdenkliche Situation einen passenden Spruch parat. Da wir noch Respekt hatten, behielten wir es - zumindest verbal - bei uns, wenn wir mal davon genervt waren, und dachten uns nur unser Teil.
Aber später kamen uns immer häufiger Erinnerungen, wenn wir irgendetwas Unverständlichem, zunächst Verwirrendem begegneten. Ja, das ist doch genauso, wie Oma das damals sagte.
Bett und Liegen. Sich ins gemachte Bett legen, etwas einbetten, Bettgeschichten, Lotterbett, Bettensteuer in Kurorten, Wasserbett, Schlaflabor, der Film „Schlaflos in Seattle“ mit Meg Ryan und Tom Hanks. Hätte Dir auch gefallen, bestimmt.
Das Betten und das dann Liegen haben etwas mit Planung, Voraussicht, Verantwortung und Kalkül zu tun. Siehste woll, daran hättste vorher denken müssen/können. Haste ja schön hingekriegt. Schad’t Dir garnix.
Je nach dem Ergebnis des Niederlegens - Niederlage oder Triumph.
Karrieren auf der Kriechspur oder auf die harte, rücksichtslose Tour passen in das Präsentierkörbchen des Spruches, Bedauern, mitleidige Kommentare, kübelweise Häme oder ätzender Neid.
Auf Rosen gebettet oder hart gelandet - ein jeder kann sich so oder so wiederfinden.
Freilich ist heutzutage die Planung der späteren Bettlägerigkeit eine Frage des Designs, wie so vieles Andere im Speckgürtel des dickitalen Zeitalters.
Karrieren in Politik und Wirtschaft werden immer häufiger zu flotten Zweiern im selben Bett. Vom Souverän verliehene Mandate werden zu Tickets in die Lobby, soweit die Schamfrist des Wechsels noch wenigstens einen Faden Verbindung zur alten Seilschaft aufweist. Wissen ist Macht, und Macht macht Kapital. Marx spricht heute mehr denn je mit Engelszungen, und viele Zünglein an der Waage verdecken die Skala der Maßstäbe…

Mittwoch, 24. Oktober 2018

Abstoßende Ausstoß-Lexware

(Quelle: Deutschlandfunk, 22.10.2018)

Kurz vor der Hessen-Wahl noch ein Tiefschlag, damit die 5-%-Hürde genommen werden kann?
Der zwischen Politik und Autoindustrie ausgeheckte Betrug an Diesel-Fahrern läßt noch einmal eine Welle an Land schwappen. Das Angebot, Neuwagen zu kaufen, fand wohl nicht genug Gnade vor den Betroffenen. 
Der entgangene Gewinn der Industrie muß erheblich sein.  
Die Palette der E-Fahrzeuge ist noch nicht vollständig, so daß vorerst kein großer Schluck aus der Tonne genommen werden kann. Aber wir erkennen schon das offene Messer, in das wir dann laufen sollen...

Samstag, 20. Oktober 2018

Knochensägen-Massaker?


(Quelle: T-Online, 20.10.2018)
Ein Happening - ein Geschehnis. Bestätigt, zugegeben.
Eine gewöhnungsbedürftige Zugabe allerdings. Zu einem Faustkampf sei es gekommen, der tödlich verlaufen sei. Ein Eingeständnis, das den amerikanischen Präsidenten offenbar befriedigte insofern, als er es erst kürzlich begrüßte, daß Journalisten niedergeschlagen würden. 

(Quelle: T-Online, 20.10.2018)
Da die Faust keine Kriegswaffe ist, stehen weiteren Lieferungen konflikt(aus)lösenden Materials nach Riad keine Hindernisse entgegen. Auch aus Berlin, von Gesamtmetall und IG Metall sollen Seufzer der Erleichterung zu vernehmen sein.   

Freitag, 12. Oktober 2018

Asyl für Denunzianten?

Die neue Erklärung für ein Kürzel?

Asyl für Denunzianten...




(gefunden bei "Gutzitiert")

Auch wenn nur "ihm zugeschrieben" - der Reim paßt zum Stil des Dichters unserer Hymne.
Einigkeit und Recht und Freiheit kann man allerdings AfDerart definieren und verhunzen, daß alle Drei  mutieren ins Perfide:


Einigkeit im Zwietrachtsäen,
Recht auf -haberei,
Freiheit zu lassen, was Stil hat....


Montag, 8. Oktober 2018

USA - Land der grenzwertigen Unmöglichkeiten?

Nein, ein passendes Bild ließ sich heute nicht finden zur Überfütterung des Posts.
Der Bilder (auch der bewegten und bewegenden) wurden genug in den Mainstream verklappt.
Texte müßten mehr her - so wie damals in den Texten im Musical "HAIR", als die USA noch um ihren Anstand rangen mit zivilem Ungehorsam und Protest gegen den Vietnam-Krieg. Erst länger  nach der republikanischen  McCarthy- Ära, als man gegen alle und alles hetzte, was nicht in die Coca-Cola-Flasche passen wollte. Es war eine Kampagne gegen "unamerikanische Umtriebe" von mutmaßlichen Kommunisten, Literaten, Intellektuellen, Künstlern. McCarthy war übrigens  republikanischer Senator, und seine Initialen J.R. sind auch die des "DALLAS"-Fieslings J.R Ewing (Larry Hagman selig, der in den Rollen des Astronauten mit Geenie und in dem Film "Feuer wird vom Himmel fallen" als Übersetzer überzeugte). 
Aber Nomina sind Omina. Na, Omi? 
Nein, nicht Campbell. Kevanaugh ist als Erfüllungsgehilfe zum Präsidenten-Darsteller hinzugestoßen, wird er doch lebenslang im Supreme Court, dem höchsten Gericht, für hardgelinerte Entsorgung demokratischer Errungenschaften sorgen dürfen.
Das gehe uns nichts an, sagen viele nun.
Genauso ging es die damalige "Freie Welt" nichts an, daß man Hitler per "Appeasement"-Strategie
gewähren ließ. 
Wenn sich Europa nicht endlich weiterhin selbst enteiert, wiederholt sich die Geschichte nach fast einem Jahrhundert retromäßig. Na ja...

P.S.: Ich habe doch noch ein Bild gefunden, das ich (verkleinert) beisteuern kann. 
Die "Library of Congress" hat es freigegeben...
(Senator J.R. McCarthy, 1954)


Mittwoch, 3. Oktober 2018

Au weia con Dios!

(Quelle klar ersichtlich für Lesefähige)

Hashtag metoo ist hip, zum Teil auch Reaktivierungs-Tool für fast Vergessene. Politisch brisant ist es aktuell auch, weil es in die "FakeNews"-Kategorie des amerikanischen Präsidenten paßt wie maßgeschneidert. Wieviele Damen das Budget noch belastet haben/ belasten werden, wird uns nicht verborgen bleiben, wenn die Lügenpresse mitspielt. Ob das gut ist oder schlecht, spielt heutzutage wohl keine Rolle mehr. 
Methusalemisch ist das, was jetzt endlich (letztendlich vor der Jahrhundertverjährung) gefördert wird wie künftige Braunkohle aus dem Hambacher Forst. Vergangenheit und Gegenwart vereint beim Abklatschen. Wir entschuldigen uns. Wir sind entsetzt/geschockt/ wctera 00.
Der oder das Zölibat (lat. caelebs= weiblos) ist die Wurzel allen Übels. Eingerichtet, um zu verhindern, daß Priester das ihnen zugestandene Land an ihre Nachkommen vererbten, wurde ihnen verboten, eben solche zu (er)zeugen. Die katholische Kirche wußte schon immer gut mit Geld umzugehen. Aber hier geht es einmal nicht nur um das Geld, wie auch im Weltlichen. Hier geht es um das Kreatürliche. Keine Knopfleiste irgendeines Ordens ist lang genug, Testosteron auszuschwitzen.
Gibt es im Vatikan eigentlich eine Sauna? Sollte mich wundern. Principiis obsta! (Wehret den Anfängen!)...  

Montag, 24. September 2018

Maaßnahmen-Menue

(Quelle: T-Online, 24.09.2018)


Auf der GroKo rundem Tische
steht ein üppig Maaßgedeck.
Und die Zunft, die gegnerische,
fragt nach dessen Nutz und Zweck.

Kaum genießbar sind die Speisen,
die man auf den Tisch gestellt.
Und, wie oft in solchen Kreisen,
ist der Appetit vergällt.

Eine Suppe auszulöffeln, 
die man selber hat gekocht,
überläßt man gern den Töffeln,
deren Stimmen man gemocht.

Wie auf der Oktober-Wiesen,
wo der Maßen Preis stets steigt,
kann die Freude schnell vermiesen,
wer den Stinkefinger zeigt...

Samstag, 22. September 2018

Die Drei irren...


(Quelle: T-Online, 22.09.2018)
(Quelle: Der Postillon, 22.09.2018)

Freilich - Errare humanum est. Das zweite Bild ist eigentlich schon ein Kommentar des ersten. 
Immerhin wird im ersten etwas Menschliches aus der Werkstatt der GroKo gemeldet, und das ist bemerkenswert.
Die USA haben uns den größten Irrtum ihrer Geschichte präsentiert.
Aber gehören Irrtümer deshalb auch auf unsere Agenda?

Mittwoch, 19. September 2018

Maaßgeschneiderte Reaktion


(Quelle: T-Online, 19.09.2018)
Nein, das Maß ist sicher noch nicht voll, aber Maßgebliches wird deutlich. Leistung lohnt sich für manche, auch wenn der Maßstab dafür unbekannt ist. Es bleibt zur Spekulation nur ein bayrischer Maßkrug mit unbekanntem Inhalt - ohne Warnung vor Nebenwirkungen.
Als nach der Wende der DDR-Devisenbeschaffer Schalck-Golodkowski unbehelligt von der bundesdeutschen Justiz blieb, argwöhnte der eine oder andere Zeitgenosse schon mal, daß ein Mann in derartig wichtiger Funktion und Position sicherlich Dossiers von seinen Gesprächs- und Verhandlungspartnern angelegt haben könnte.
Herrn Maaßens wichtige Kenntnisse und wohl auch Erkenntnisse werden unserem Heimatminister in seinem Hause wichtig und nützlich sein. Auf seine Dienste darf ein sicherheitsbewußter Politiker auf keinen Fall verzichten. 
Herrn Maaßens freundliche Übernahme/Beförderung ist ganz im Sinne aller eventuell Betroffenen und daher völlig in Ordnung...

Dienstag, 18. September 2018

Hakeliger Bräunungseffekt


(Quelle: T-Online, 18.09.2018)
Selbstverständlich ist die Verwendung eines verfassungsfeindlichen Symbols eine Straftat.
Kann in diesem Falle die Sichtweise strafmildernd zu Buche schlagen?
Immerhin ist die Kackoskopie nur aus der Vogelperspektive erkennbar, und dem Fußvolk wird nur der allgegenwärtige braune Gestank offenbar.
Sagte einst Kurt Tucholsky, Satire dürfe alles, so war das sein persönliches Postulat, aber keine verbindlich gemeinte Richtlinie.
Hier hat sich offenbar ein pfiffiger Bauer seine Satire gebastelt. Auch die Justiz dürfte merken, daß hier jemand nicht mit Herzblut geschrieben, sondern versucht hat zu zeigen, daß tierische Stoffwechselendprodukte als Tinte viel angemessener wirken können.

Samstag, 15. September 2018

Parteiisches Behaarungsvermögen

(Quelle: T-Online, 15.09.2018)



Je nun, was will uns das sagen?
Ist es eine letzte Reminiszenz an den einstigen Kanzlerkandidaten der SPD, den Mann mit den Haaren im Gesicht?
Haarig war wohl einmal. Doch nach dem trockenen Sommer und verfrühtem Ernteeinsatz sehen wir immerhin vermehrt Stoppeln.
Auch sonst präsentiert sich unsere Verfassung einigermaaßen irritiert...

Montag, 10. September 2018

Gewissermaaßen sonderbar


(Quelle: ZEIT Online, 10.09.2018)

1977 entstand die österreichische Rock-Pop-Gruppe "Erste Allgemeine Verunsicherung" und war mit ihrem Titel "Ba-Ba-Banküberfall" auch hier einige Zeit bekannt.
Dieser ersten folgen ständig weitere gemeine Verunsicherungen, und zwar nicht aus unserem Nachbarland. Wir machen unsere selber, beziehungsweise tun das Mandats- und Amtsträger. Träge und träger dreht sich das Rad unserer Zeit in Richtung Lebenswert. Merkwürdenträger materialisieren sich wie Boviste auf der Kuhweide.  Klemmende Schubladen werden nicht mehr geöffnet, obwohl es an Schmierung doch nicht mangelt. Dafür werden andere gefüllt mit fremdem Inhalt, damit eine Statistik auf dem Laufsteg glänzen kann. Kriminelle Energie oder schlicht Inkompetenz? 

Montag, 3. September 2018

Selbstverordnete "Endlösung"?


(Quelle: Der Postillon, 02.09.2018)

Erstaunlich, daß das Naheliegende oft erst aus der Ferne betrachtet schlüssig wirkt.
Ein Möwenschiß ins Meer. Allerdings paßt die Farbe Braun nicht so ganz ins Spektrum metaphorischer Exkremente. 
Ein Bootcamp für verwirrte Boat People. 
Aber sind die noch zu retten?
Die Satire darf's wenigstens versuchen...   

Mittwoch, 29. August 2018

Hi-Moticon für Chemnitzer?

(Quelle: Der Postillon, 29.08.2018)


Wie so oft, trifft auch heute Der Postillon wieder den Nagel auf schlimmen Fingern.
Vielleicht wird dadurch ja das Heben der Arme erschwert bei denen, die glauben, daß Arm-Mut etwas mit Armut zu tun hat - Armut im Geiste unbewältigter Vergangenheit im Tal der Ahnungslosen...

Sonntag, 19. August 2018

Donnerstag, 16. August 2018

Infantile Vergangenheitsüberwältigung

(Quelle: SPIEGEL Online, 16.08.2018)

Zweimal F im Akronym, das ist wahrlich legitim:
ob für Fußball, für Finanzen,
läßt man dort die Puppen tanzen.
Wenn peinlich wird ein Tatbestand,
verbannt man ihn ins Unbekannt,
ist stattdessen ganz versessen 
aufs Vergessen.
Und wie praktisch,
daß man faktisch -
so ist's nun mal festgelegt! -
gleich verklagt wird,
wenn gesagt wird, 
daß da früher mal was war.
FIFA, AFFI, Firlefanz,
kugelrunder Eiertanz:
Abseits, Foul und dann Elfmeter -
was draus wird, das seh'n wir später...

Freitag, 10. August 2018

Maut den Lukas!

(Quelle: SZ, 23.08.2017)


Man ahnte und wußte offenbar schon länger etwas von den finanziellen Bau- und Staustellen. Aber jetzt ist die Pestbeule wohl aufgeplatzt und läßt sich nicht länger cashieren (haha!).
Der Toyota-Jingle "Nichts ist unmöglich" scheint zur heimlichen Zweithymne zu mutieren.
Made in Germany - In Deutschland sitzt der Wurm. Durch ein Wurmloch in ein Parallel-Universum vollziehen sich offenbar die Mautscheleien zwischen Regierung und denen, die die tolle Collecte aus dem Geklüngelbeutel aufteilen. Offenbar keine Verschwörungstheorie, sondern einvernehmlich Einnahmen aus dem Säckel des Steuerzahlers. Super! 

Mittwoch, 1. August 2018

Goodbye, money - goodbye, money, warst mein bester Freund...


Schon voriges Jahr in Schweden, heuer in Polen und Großbritannien: Servicepersonal im Straßencafé erscheint mit dem Terminal zur drahtlosen Zahlung. Der Gast erntet mißmutige Blicke, wenn er bar bezahlen möchte; denn nun muß die Bedienung an die Kasse und einen Bon präsentieren, damit Geld den Besitzer wechseln kann.
Hunderte von Banken in Schweden nehmen kein Bargeld mehr entgegen und geben auch keins mehr aus. Geschäfte zeigen am Eingang an, ob (noch) Barzahlung möglich ist.
Schwer, in unserer schnellebigen Zeit eine Prognose zu stellen. Aber ich glaube, daß in spätestens fünf Jahren bei uns das Bargeld ausgespielt haben wird. Daß die Deutschen Bargeld lieben und mehrheitlich darauf nicht verzichten wollen, spielt dabei keine Rolle. Was der Souverän möchte, spielt allenfalls im Politiker-Geschwurbel vor einer Wahl eine Nebenrolle.
Die Argumente der Reformer sind schwerwiegend: kein Schwarzgeld mehr, keine Schwarzarbeit, keine Hehlerei, kein Drogenhandel auf der Straße, keine Überfälle und Diebstähle, um ein paar Euros zu erbeuten, keine Kosten für die Pflege des Bargeldumlaufs. Die Banken schließen Filialen und bauen die teuren Geldautomaten ab, freuen sich, weil sie ihre Gebühren für den neuen Service ungehindert festlegen können, wenn mal keine Alternative mehr vorhanden ist. 
Da ja die meisten Zahlungen eh nur noch buchgeldmäßig verlaufen, schimmert ein weiterer Vorteil durch: Wir können per Mausclick alle enteignet werden... 

Sonntag, 22. Juli 2018

Dienstag, 3. Juli 2018

Wahrscheiner im Wiesn-Glas...?





"Doch scheinbar in letzter Minute haben der CSU-Chef und Kanzlerin Angela Merkel ihren erbitterten Asylstreit beigelegt."




(Quelle: tagesschau.de, 03.07.2018)


Ist das erst Viertelfinale oder schon Endspiel? Vorerst wieder einmal 1 : 0 für Heimat-Hotte. Wie denn auch sonst.
Scheinbar heißt vorgetäuschte Realität, stimmt also mit Sicherheit nicht. Wahrscheinlich mußte Angie eine bittere Pille schlucken. Geber und Nehmer unterscheiden sich deutlich durch ihre Mimik...

Montag, 2. Juli 2018

Rücktrittbremsverstärker

(Quelle: T-Online, 02.07.2018)

Eine durchzickte Nacht.  
Auf die Frage, ob er denn nun zurücktrete, antwortete Heimat-Hotte, er wolle zur Verständigung mit der CDU noch einen Zwischenschritt einlegen. Und das sei ein Entgegenkommen seinerseits. Ob Wiege- oder Wechselschritt, blieb offen. Ihm hat wohl in der Sandkiste ein Schäufelchenwurf von Angie ein wenig Feinstaub zwischen die Synapsen gestreut und ihn noch taperiger als sonst erscheinen lassen. Nicht nur der Bundesrepublik, sondern auch den willigen EU-Mitgliedern droht er ständig Geiselhaft an, weil er befürchtet, bei den Wahlen in seinem südpreußischen Sultanat im Herbst den Turban zu verlieren. Deshalb wäre es sicher leicht zu verschmerzen, wenn er künftig mit seinem geistigen Kriechgas nicht mehr die Intelligenz des Souveräns beleidigte...

Donnerstag, 28. Juni 2018

Schicksalsgemeinschaft

(Quelle: NDR.de vom 27.06.2018)

Autos, die (noch) nicht fahren dürfen, stehen auf einem Gelände, von dem (noch) keine Flugzeuge starten oder landen dürfen. Gleichsam eine Koalition, die stimmig wirkt, weil sie genauso wenig funktioniert wie in der gegenwärtigen Berliner Politik. Aber wer gibt für diese Konstellation den Seehofer? Vielleicht ist ja das Casting noch nicht abgeschlossen, und es mag noch niemand über die Favoritenrolle sprechen. Anders als bei sonstigen Schweigesituationen handelt es sich aber hier nicht um ein laufendes, sondern eindeutig um ein stehendes Verfahren. Wobei Fahren ja auch nicht ganz stimmt.
Buchen wir alles halt unter Postfaktizität ab - dann haben wir's amtlich...

Sonntag, 24. Juni 2018

Autolyse oder Nachhaltigkeit?


Doch: Er ist noch zugelassen und erreichte aus eigener Kraft den Parkplatz vor unserem Haus.
Aus datenschutzrechtlichen Gründen wahre ich sein Inkognito, indem ich das Kennzeichen auf dem Foto tilgte.
Er heiße künftig "Es" - das fossiltreibstoffbetriebene Kraftfahrzeug.
Typ und Baujahr unbekannt, desgleichen Fahrleistung. Aber es ist wahrscheinlich, daß es bereits irgendwann in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts das Ende eines Fließbands erreicht haben muß.
Der Autolyse, also Selbstauflösung, ist es bisher nicht zum Opfer gefallen. Hingegen kann es als leuchtendes Beispiel einer Nachhaltigkeit gelten, die modernen Autoherstellern den Angstschweiß auf die Stirn treiben dürfte...

Freitag, 22. Juni 2018

Profit aus freiem Fall


(Quelle: ZEIT Online, 22.06.2018)

Der große Auto-Greifvogel hat ein Milliarden-Gewölle abgeworfen.
Die Verwerter am Ende der finanziellen Nahrungskette lassen nicht auf sich warten.

Dienstag, 19. Juni 2018

Kein Schwimmer, weil kein Schimmer

(Quelle: ZEIT Online, 19.06.2018)

Niemand spricht inzwischen mehr über die Kosten der Elbphilharmonie, da die als hervorragende Investition weltweit anerkannt ist. Ein weiteres "Weltwunder" sozusagen.
Die 750 Millionen gelten inzwischen als Meßlatte für Projekte, über die sich die Welt wundert.
Flugzeuge, die nicht fliegen; Panzer, die nicht rollen;  Schiffe, die nicht schwimmen können oder dürfen. Positive Nachricht: flexible Bündchen an den Taillen der Uniformen schwangerer Soldatinnen. Flinten-Uschi - von der leihen sich offenbar die Militärstrategen einschlägige Erfahrungswerte... 



Donnerstag, 14. Juni 2018

Irrveganer


(Quelle: ZEIT Online, 14.06.2018)

Geisterzüge, die nachts in verlassenen U-Bahn-Schächten halten, finden allemal genügend Mitfahrer.
Das Fragezeichen hinter der obigen Meldung ist entbehrlich; denn wir sollten eigentlich wissen, daß Übertreibung und Einseitigkeit unangebracht sind. Doch der rauschende "Mainstream" höhlt  das Sein. Körperverletzung bedeutet nicht nur Schläge...


Mittwoch, 13. Juni 2018

WManisches



Pünktlich zu Beginn der Fußball-WM zeigen sich auf den Straßen die schwarz-rot-goldenen Außenspiegel-Deppen, deren Seitenscheibenfähnchen dann auch wieder Fußgängern und Radfahrern um die Ohren oder in die Augen zu fliegen drohen.
Das trikolore Farbenspiel soll nun wohl auch kulinarisch stattfinden, indem Nudeln mit kurzer Garzeit für das leibliche Wohl in den Halbzeitpausen stilgerecht serviert werden können.
Als Serviervorschlag gelte, sich zunächst grokomäßig schwarz-rot zu sättigen und als Dessert das goldene Drittel zu genießen.  

Freitag, 8. Juni 2018

MenschIn Meier!!!

(Quelle: EJZ, 08.06.2018)


Wenn es kommt, das Binnen-I,
wird die Sprache innen Bi,
wird gegendert und verändert, 
aber sowas auch von wie!
Soll der Mensch zur MenschIn werden,
daß demnächst hier auf der Erden
eitel Freude herrschen kann?
Oder soll es damschen heißen?
Muß sich auf die Zunge beißen
einer, der noch Findling sagt,
zu artikulieren wagt:
Säugling, Feigling, Sperling?
Wird das bald gefährling?
FrauenIn und MännerInnen,
ob von buten oder bInnen:
Guter Rat war Immer teuer -
früher schon, und nIcht erst heuer.
Bald kommt sIe, dIe RechtschreIbsteuer...