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Montag, 20. November 2023

Wann ist sofort?


 Sofort ist meistens etwas Gutes, Eindeutiges.

Was meint denn nun "ab sofort"?

Da muß erst jemand definieren, wann "Sofort" dran ist, und das dann verkünden, damit alle sich darauf einstellen können.

Sprache ist doch zu kompliziert. Vielleicht kann sie ja bald weg...

Samstag, 19. November 2022

Win-win-Schutz scheibchenweise


 Winning or losing - die Alternativen der Neuzeit.

Die Winschutzscheibe hilft als neues halbdenglisches Wort, auf der besseren Seite zu bleiben, ohne den Durchblick zu verlieren. Eine Alternative zur SUVvention, wenn es nicht weitergehen mag.

 

Donnerstag, 29. Juli 2021

Meinungs-Fracking


 (Quelle: t-online, 29.07.2021)


Aus den Tiefen der wissenschaftlichen Erkenntnisse werden immer mehr Mittel für Lösungen der Corona-Probleme gefördert - ganz ohne Lösungsmittel.

Bisher unbekannte Virolog*_(Inn)en (auch Außen) und gleichermaßen genderbare Infektiologen und Pandemiologen werden an die Oberfläche gespült, damit sie Meinungen kundtun, die sie bisher nicht verkünden konnten/durften/mochten/sollten. Aus Vielfalt wird so Einfalt - ganz einfach.

 

(Quelle: daselbst)

 

 Das aktuellste Inzidenz-Indiz lautet:

"50 ist das neue 35." Wie gut...

Die Einigkeit der Maßgebenden ist beeindruckend wie so manches in dieser Zeit. Das Vertrauen der BürgerInnen wie außen verschlankt sich auf Wespentaillen-Format und läßt Spekulationen zur Wahl im Herbst illusorisch werden.

Meinungen sind wie Stoffwechselendprodukt-Outlets - jeder hat sowas... 

 



 

Montag, 19. Juli 2021

Urteil des Paris 2.0

  


 

Vom subjektiven Opfer-Sein



„Das Schönschte in dere plaschtische Kunscht isch der Bruschtkaschte der Vänus von Milo“.
So formulierte einst ein schwäbischer Kunstprofessor.
Manche mögen dieser „luschtigen“ Sentenz schmunzelnd zustimmen.
In einem sonderlichen Prozeß vor einem Amtsgericht spielte diese Plastik allerdings eine ernstere Rolle.
Zwei Putzfrauen waren miteinander in Streit geraten, und die eine schleuderte der anderen ins Gesicht:
„Du Venus von Milo!“
Die Angesprochene fühlte sich beleidigt und verklagte ihre Kollegin.
Die Schimpfende wurde verurteilt zu einer Entschuldigung und einer Wiedergutmachung - in welcher Form, weiß ich nicht mehr. Ein Richter erklärte mir die verbürgte Geschichte anhand der Urteilsbegründung.
Der Tatbestand der Beleidigung sei nicht immer juristisch faßbar, sondern vom persönlichen Empfinden des sich beleidigt Fühlenden abhängig. Es sei insofern im geschilderten Falle unerheblich, daß es sich bei dem Vergleichsobjekt um eines der berühmtesten Zeugnisse der hellenistischen Kultur handele.
Nun versteht man auch, daß sich heute immer öfter Leute als Opfer empfinden können, weil sie mutmaßen, ihnen sei - ob oder von wem auch immer - Unbill widerfahren. Mit einem Hashtag (#) gelangen wir flugs ins Internet und erreichen Gleichgesinnte oder -gesonnene…

Mittwoch, 2. Juni 2021

Politisch korrektes Graekum


  

 

Nun nennt man die Neu-Mutationen

nicht mehr nach den Herkunfts-Nationen.

Ganz antipathetisch

und graek-alphabetisch:

Nur so kann Korrektheit sich lohnen.


Mittwoch, 27. Januar 2021

Mal Seen, Meer oder weniger...


                                             (Quelle: Postillon Newsticker, 27.01.21)

Der Klimawandel macht es möglich:

Auch Gletscher können outgesoßt werden...


Dienstag, 19. Januar 2021


 

Winterpause

Ganz flüssig, heuer, kommst du daher,
Winter.
Magst keinen Schnee mehr im Norden,
bei uns?
Verstehst unter Home Office schmuddliges Wetter?
Ah ja.
Statt Glätte nun Nässe, statt Weiß nurmehr Grau.
Wie schade.
Doch nicht nur April darf tun, was er will.
Basta!

Sonntag, 17. Januar 2021

Korrekturen


 Tributum Novum


„Don’t ask what your country can do for you, but ask what you can do for your country“.
John Fitzgerald Kennedy sprach diesen so gerne zitierten Satz in einer seiner berühmten Reden.
Mögen wir vieles beklagen, was aus den USA zu uns herüberschwappte, hier sollten wir einmal beifällig nicken. Ja. Wir sollten einmal etwas tun für unseren Staat. Für unser Land, wie es ja eigentlich ursprünglich gemeint war.
Land – Staat? Ein jeder gehe in sich, erschrecke jedoch nicht, wenn er niemanden antrifft. Die Definition sei jedem selbst überlassen. Sind Staat und Land miteinander vereinbar?
Stadt und Land sind gegensätzlich belegt in unserer Automatik, alles zu kategorisieren.
Staat – Dein Staat, das bekannte Unwesen – so blödelten die 68er.
Merkwürdig, daß wir heute kaum noch Empörung empfinden können über diese aufmüpfige Silben-Bastelei. Oder wollen wir es gar nicht mehr?
Momentan ist in, mit unserem Land so gar kein Staat zu machen. Das ist eine beklagenswerte Situation, die aber nicht von ungefähr entstanden ist.
Allzu viele Entwicklungen haben sich vollzogen oder sind absehbar, die den treuen Optimisten unseres neuen, größer gewordenen Deutschlands Skepsis nahe legen.
Die EU-Richtlinien, die in nationales Recht umgesetzt werden müssen, werden als Entmündigung empfunden.
Auch im nationalen Bereich gibt es reichlich Grund für Unmut. Die aus den USA herübergewehte „Political Correctness“ fand in unserer Gesetzgebung das Ergebnis des „Anti-Diskriminierungsgesetzes“. BILD machte sich genüßlich die Mühe, am Tag nach der Verkündung des Gesetzes noch einmal Beispiele der Witze zu bringen, die wir künftig nicht mehr erzählen dürfen, ohne Gefahr zu laufen, vor den Kadi zitiert zu werden.
Wir werden, wir müssen es lernen, die versuchte Abschaffung des Witzes geschickt zu umschiffen.
Wir werden uns politisch korrekte, alternative Bezeichnungen ausdenken müssen für inzwischen justiziabel gewordene alte Begriffe. Packen wir’s an.
Es dürfen noch Witze gemacht werden über Bayern, Ostfriesen, Beamte und Politiker.
Und nun ist unsere Kreativität gefragt für unverfängliche Attribute zu diesen Schonräumen:
Es darf Witze geben über: weibliche, behinderte, lesbische, schwule Bayern, Ostfriesen, Beamte und Politiker.
Aber wie umgehen wir politisch korrekt das Verbot der rassistischen Verunglimpfung?
Da dürfen wir auf einen breiten Fundus der Preußenwitze der Bayern und der Bayernwitze der Preußen zurückgreifen.
Um Migranten in diesen Schutzraum einzubeziehen, bedarf es nur geringfügiger Modifizierungen:
„Kommt Xaver Öztürk zum Einwohnermeldeamt…“
„Osama bin Bayer trifft eine Blondine…“


(Heinrich Baumgarten, irgendwann zwischendurch)

Sonntag, 10. Januar 2021

Gelbsacksophon-Intonnierung...



 

Mit großer Freude konstatieren wir, daß das gelbe deutsche Tumbleweed immer seltener vom Wind über die asphaltierte Prärie geblasen wird! 

Auch werden die Verkostungsversuche von Waschbären* und Ratten keine Spuren mehr hinterlassen; denn die Sacklage hat sich grundlegend geändert. Gelbtonnig verkapselt werden künftig die Verpackungs-Hinterlassenschaften unserer Konsumgesellschaft den Wertstoffhöfen zugeführt. "Sack beim Abschied leise Servus"

(oder Hakle, je nachdem).

Platz- und Geruchsprobleme in der Wohnung gehören der Vergangenheit an. Nur am Platz für die gelben Behälter zwischen den Leerungen hapert es gelegentlich. Auch Restmüll-, Papier- und Bio-Tonne erheischen eine Zwischenlagerung...

*Waschbären sind geschickt und fähig, Tonnen zu öffnen!

Die Zukunft ist nicht rosig; denn die Gegenwart ist bereits vielfarbig...  

Mittwoch, 25. November 2020

Dengel, dengel, dengel, dengel.- (nicht von Torfrock)


 

 

Neue Verständigungshilfen nach vollzogenem Brexit...

 

Urheberrecht = Clocklifterright

Zylinderkopfdichtung = Tophat Head Poetry

Schirmherrschaft = Umbrellasirship

Schonhaltung = Alreadyholding

Freitag, 25. September 2020

"Am oder mit" - das ist hier die Frage...

(Quelle: ZEIT Online, 25.09.20)

 

 Am Virus oder mit dem Virus? 

Mit diesen beiden Bedeutungshintergründen ist wohl sehr viel statistischer Unfug betrieben worden, oder?

Samstag, 22. August 2020

Spontanes Implantat



Insofarn etwas ungewöhnlich, da so ein Farn gewöhnlich einem Buchsbaum nicht beiwohnt. Ist Gendering in die Botanik durchgeseucht? Seuchermaßen entstehen Sorgenfalten, die Botox nicht zu glätten vermag.
Aber die hier bestehende friedliche Koexistenz mit der weitgeöffneten Schere des zerspahnten Gesundheitssystems zu zerstören, verbietet sich wohl von selbst.
Die Situation ist schon verfarn genug...

Dienstag, 4. August 2020

Verquerdenker



Querdenker, selbstgetauft - mit künstlicher Intelligenz besprüht? Spuren sind stets schwer nachweisbar, was die Haftbarkeit betrifft. Oder Haftung des Versprühten? 
Wie dem auch sei: Aerosole mio mag die Hymne gewesen sein bei dem Sprüheffekt. Gewinner mag das Covid-19-Virus gewesen sein. 
Gewinne werden meist nicht zeitnah ausgezahlt; aber Verlierer werden stets ausgezählt...

Freitag, 31. Juli 2020

Die Quadratur des Guten









Die Gier auf quadratische Süße
fiel Lilalu nun auf die Füße.
Zwingt man Geometrie
vor Gericht auf die Knie,
schickt Pythagoras herzliche Grüße...

Dienstag, 12. Mai 2020

I break together!



Heute gesehen - konnte mich gerade noch festhalten. Konnte mich nicht überwinden, ins Magazin zu schauen, um festzustellen, wieviele Geschosse es enthält. Aber die Wirkung hat es gezeigt.
Die Wissenschaft vom Zusammenbrechen, vom Zusammenbruch. Finger am Ruhepuls der Coronazeit?
Auf jeden Fall etwas Neues. Tröstlich...

Samstag, 21. März 2020

Keeping Distance...




Distanz zu halten - das Gebot des Tages (der Wochen, Monate etc.?)
Menschenmengen vermeiden. Unsere Politik scheint Abstand genommen zu haben von den Menschen, vermeidet die Menge der Menschen, die in existenzieller Not leben müssen - ohne verlässliche Versorgung mit dem Nötigsten. Die uns im Moment aufgenötigte Isolierung setzt sich fort im Abschied von Humanität.

Sonntag, 23. Februar 2020

Upskirting und Downblousing






Thomas Fischer, ehemals Bundesrichter, hat in seiner SPIEGEL-Kolumne wieder etwas Köstliches zum Besten gegeben. Der unten stehende Link führt zu seinem neuesten Beitrag.




https://www.spiegel.de/panorama/justiz/verschleierung-und-upskirting-boese-einblicke-kolumne-a-f7f2539d-d6db-475d-a95f-446782b57cfe

Nicht nur die Verschleierung von muslimischen Schülerinnen beschäftigt Gesetzgeber und Gerichte, sondern nun auch die Entschleierung allgemein weiblicher Intimsphären.
Höschen von unten, Dirndl-Dekolletés von oben führten zu den Denglismen "Upskirting" bzw. "Downblousing".
Dieser Wortschatzgewinn im Zusammenhang mit dem voyeuristischen Waffensystem "Smartphone" ist dankenswert, indeed...