Mittwoch, 20. Mai 2015

Kopfschuß oder Kopfschutz - das ist hier die Frage




Während der Grundausbildung 1960 hatten wir die alten Ami-Helme mit Plastik-Innenteil, die uns bei jedem "Hinlegen!" mit dem Schirmrand auf das Nasenbein schlugen. Neben zeitweise markanten Profilen bescherten uns diese Teile immerhin auch die Möglichkeit, während des Geländedienstes mal im Stahl-Außenteil Spiegeleier zu braten oder NATO-Dosensuppe aufzuwärmen.
Als "Braut" hatten wir das Repetiergewehr "Canadian Rifle No.4", zärtlich genannt "Vierte Verbesserung der Steinschleuder". Keine Plastikteile, aber recht lockere Verbindung zwischen hölzernem Schaft und technischem Stahl.
Nach dem Einschießen lernten wir, wie viele Scheibendiagonalen wir bei Übungen auf dem Schießstand links, rechts, oben oder unten ansetzen mußten, um nennenswerte Resultate zu erzielen.
Es ging also, bis G und Uzi eingeführt wurden. Gelegentlich mal die amerikanische M1 zu testen, war jeweils ein Highlight. 
Diese Grundversorgung des Soldaten mit Kopfschutz und Feuerwaffe war also in der Kindheit der Bundeswehr einigermaßen gewährleistet.
Nun ist alles gefährlicher geworden - Treffgenauigkeit des G36 sinkt bei Erhitzung um 90%, Schrauben im Helm sind minderen Materials, Transporter stürzen ab, U-Boote sind unzuverlässig, Drohnen können/dürfen nicht fliegen, Hubschrauber müssen am Boden bleiben.
Was ist hier los? Es ist zuviel Geld im Spiel, und das weckt Begehrlichkeiten an Stellen, wo es nicht hingehört. Kontrolle ist nötig, nicht noch ein weiterer Untersuchungsausschuß. 
Erfahrungsgemäß kommt bei Untersuchungen nur Ausschuß heraus...
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